Registrierung unter REACH




Registrierung von Stoffen unter REACH


"Ohne Daten kein Markt" besagt Artikel 5 von REACH und fordert eine Registrierung, wenn die bisher eingesetzten Stoffe (als solche, in Zubereitungen oder in Erzeugnissen) auch weiterhin in der EU hergestellt und in Verkehr gebracht werden sollen.

Mit der Registrierung sind verschiedene Informationen von der Zusammensetzung, dem Herstellverfahren und der Verwendung einschließlich der Exposition von Mensch und Umwelt erforderlich. Es werden physikalisch-chemische, toxikologische und ökotoxikologische Untersuchungen erforderlich sein, um die notwendigen Daten zu erhalten, die für die Beurteilung der Gefährlichkeit und eines möglichen Risikos benötigt werden..

Ab 10 Tonnen pro Jahr und pro Hersteller oder Importeur ist zusätzlich eine Stoffsicherheitsbeurteilung erforderlich. Hier schließen sich je nach Gefährlichkeit noch Expositionsszenarien und ein Stoffsicherheitsbericht an.

Nicht-EU-Hersteller von Chemikalien dürfen nicht selbst registrieren, sondern benötigen einen Alleinvertreter, oder die jeweiligen Importeure müssen den Stoff selbst registrieren.

Es gibt verschiedene Ausnahmen von der Registrierpflicht. Zu beachten sind die terminlichen Vorgaben, bis wann die Registrierung einzureichen ist, damit unter REACH auch weiterhin produziert, importiert und verarbeitet werden darf.


Auswirkungen auf Industrie und Handel


Die Registrierungspflicht unter REACH wird für die Industrie der Aspekt mit den größten Auswirkungen sein, was die Kosten und den Arbeitsaufwand betrifft.

Bei sehr gefährlichen Stoffen ist die unter REACH geforderte Zulassung für die Industrie eine Herausforderung. Je nach Risikoprofil in Kombination mit dem beabsichtigten Einsatz kann erheblicher Druck vorhanden sein, den sehr besorgniserregenden Stoff durch einen sichereren Stoff oder durch eine sicherere Technologie zu ersetzen — sofern in geeigneter Form vorhanden.

Die EU-Chemikalienverordnung REACH ist nicht nur ein umfangreiches und komplexes Gesetzeswerk, es erfordert auch erheblichen Arbeitsaufwand, bei dem Expertenwissen gefordert ist.

Artikel 4 von REACH besagt, dass sich das registrierende Unternehmen bei den verschiedenen Aktivitäten, bei denen eine Zusammenarbeit mit anderen Firmen vorgesehen ist, vertreten lassen darf. Es ist dabei möglich, dass der Name des Unternehmens nicht gegenüber den anderen Firmen genannt wird.

Allerdings — die Verantwortung zur Einhaltung von REACH bleibt bei dem jeweiligen Unternehmen. Auch bleibt die Informationspflicht gegenüber der EU-Chemikalienagentur voll bestehen. Einige Informationen wird die Agentur auf ihrer Website veröffentlichen. In manchen Fällen kann Vertraulichkeit beantragt werden.


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