Wichtige Termine




Termine für die Umsetzung von REACH


  • Die EU-Chemikalienverordnung REACH ist am 1. Juni 2007 in Kraft getreten. Pflichten zur Kommunikation in der Lieferkette galten sofort. Die Europäische Agentur für chemische Stoffe hat ihren Betrieb aufgenommen.
  • Die frühere Chemikaliengesetzgebung nach 67/548/EWG, die u.a. die Pflicht zur Notifizierung von Neustoffen beinhaltete, wurde ab dem 1. Juni 2008 in wesentlichen Teilen geändert oder außer Kraft gesetzt.
  • Vom 1. Juni bis zum 1. Dezember 2008 mussten Hersteller und Importeure von Chemikalien - und ggf. auch Importeure von Erzeugnissen - diejenigen Stoffe vorregistrieren, die sie später als sogenannte Phase-in Stoffe registrieren woll(t)en. Unter bestimmten Bedingungen ist eine nachträgliche Vorregistrierung noch möglich.
  • Bis zum 1. Dezember 2010 musste bereits das Registrierungsdossier für CMR* 1/2-Stoffe (ab 1 t/a), für sehr umweltgefährdende Stoffe (R 50/53 ab 100 t/a) und für alle großvolumigen Stoffe (ab 1000 t/a jeweils pro Hersteller/Importeur) eingereicht werden.
  • Spätester Abgabetermin für das Registrierungsdossier bei Stoffen von 100-1000 t/a ist der 1. Juni 2013
  • Für Stoffe von 1-100 t/a ist das Dossier bis zum 1. Juni 2018 einzureichen.

* CMR 1/2 = kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Stoffe der Kategorie 1 oder 2


Terminplanung für Industrie und Handel


Einige Termine scheinen noch in der fernen Zukunft zu liegen und zu der falschen Ansicht zu verleiten, noch Zeit zu haben.

Viele REACH-Aufgaben sind aber sehr arbeitsintensiv, erfordern die Zusammenarbeit mit anderen Firmen/ Wettbewerbern und müssen deshalb frühzeitig angepackt werden. Eine baldige Planung in jeder Firma ist sehr zu empfehlen.

Grundlage der Vorgehensweise sollte die Entwicklung einer Strategie sein auf Basis der Gesamtstrategie des Unternehmens und unter Einbeziehung der REACH-Erfordernisse. Eine Beratung für die Strategieentwicklung kann hier sehr hilfreich sein.

Die Terminplanung wird auch von den zur Verfügung stehenden Ressourcen bestimmt, bzw. diese sind dem Arbeitsbedarf anzupassen.

Importeure von Erzeugnissen, sind vor allem dann gefordert, wenn sehr besorgniserregende Stoffe gemäß der ECHA-Kandidatenliste ab einer Konzentration von 0,1% enthalten sind. Häufig sind jedoch die Chemikalien, die als Additive den Erzeugnissen absichtlich zugegeben wurden oder als Verunreinigung eingschleppt wurden, dem Importeur nicht bekannt.

Inzwischen ist auch die Verordnung (EU) 1272/2008 (Classification, Labelling and Packaging) in Kraft getreten, die das Globally Harmonised System zur einheitlichen Einstufung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe und Zubereitungen in der EU umsetzt.


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